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Grundlagen und allgmeines zur Kampfkunst bzw. zum Kampfsport
 
Schön, das Sie sich dazu entschlossen haben mehr über die Kampfkunst erfahren zu wollen. Die Auswahl an Kampfkünsten ist groß und ob Sie sich nun für Karate, Ju-Jutsu, Aikido, Judo, Kendo etc. entscheiden, das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass Sie in Ihrer Kampfkunst Erfüllung finden und sie Ihnen wirklich Spaß macht. Denn Spaß, Fleiß und Leidenschaft sind das Mittel zum Erfolg. Sollten Sie noch irgendwelche Fragen haben, so dürfen Sie mich natürlich gerne ansprechen. Jetzt aber erstmal viel Spaß beim lesen meiner Homepage!
 
Was ist Kampfkunst?
Das Wort Kampfkunst ist im allgemeinen wohl nur wenig bekannt, denn die Kampfsysteme die wir so kennen, werden oft einfach nur unter dem Wort Kampfsport zusammen gefasst. Denkt man an Kampfsport, werden viele das sicherlich mit Bretterzerschlagen oder mit brutalen Szenen in Verbindung bringen, die er/sie in Kampfsportfilmen gesehen und aufgeschnappt hat. Leider bekommt der Laie dadurch ein völlig falsches Bild von den eigentlichen und ursprünglichen Kampfsystemen, welche einen ganz anderen Charakter besitzen.
Da ich eben davon gesprochen habe, das Kampfkunst wohl nur wenig bekannt ist, im Gegensatz zum Kampfsport, möchte ich zunächst einmal diese beiden Begriffe voneinander abgrenzen:

Kampfsport - Im Kampfsport nutzt der/die Übende (allgemein als Budoka bezeichnet) diese Systeme, um sich damit auf Turnieren und anderen Wettkämpfen und Meisterschaften, so gut wie möglich zu platzieren. Er/Sie sucht sich möglicherweise ein paar wenige Techniken aus, die er/sie dann bis ins kleinste Detail spezialisiert und möglichst perfektioniert. Das Ziel ist das erreichen eines vorderen Platzes, einer Medaille, Urkunde oder eines Pokales. Anders ausgedrückt ist im Kampfsport das Ziel der Sieg über den Gegner.
 
Kampfkunst - In der Kampfkunst nutzt der/die Übunde diese Systeme, um sich damit selbst besser kennen zu lernen. Er/Sie ist bestrebt auf Werte wie Höflichkeit, Ehrlichkeit, Wahrheit und Liebe zu setzen und versucht so innere Ruhe und Selbstbeherrschung zu erlangen. Darüber hinaus wird er/sie sich für die Philosophie, die dahinter steckt interessieren und auf Hilfsmittel, die auf diesem Weg vorhanden sind wie z.B. die Techniken der einzelnen Kampfsysteme, aber auch Tai Chi oder Meditation zurrückgreifen. Das Ziel der Kampfkunst ist die Vervollkommnung des eigenen Charakters oder auch hier anders ausgedrückt, der Sieg über sich selbst.
 
Obwohl man Kampfkunst und Kampfsport, wie hier gezeigt, deutlich voneinander abgrenzen kann, kann man aber auch wieder Verwirrung ins Spiel bringen, denn all diese Systeme fordern von uns, dass wir uns bewegen und sind in diesem Sinne eine Art Sport, aber ein Sport, bei dem man das kämpfen lernt - Kampfsport. Obwohl dies so ist, war mir die Unterscheidung doch wichtig und welchen Begriff Ihr selbst nutzen wollt, das ist Eure Entscheidung.
 
Beide (Kampfkunst und Kampfsport) können jedoch zur Selbstverteidigung hilfreich sein. Es muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden, für welchen dieser Bereiche er/sie sich entscheidet und nach welchen Idealen er/sie strebt. Bis zu einem gewissen Grad kann man sicherlich auch beide Bereiche kombinieren. Viele dieser Künste bzw. Sportarten verstehen sich als System aus komplexen Übungen und Bewegungsformen, bei denen Körperbeherrschung und Selbstdisziplin entscheidende Faktoren sind. Zudem bieten sie sich auch hervorragend als Ausgleich für den Alltag an. Im Dojo (Trainingsort) kann man sich einmal völlig freimachen von jeglichem Alltagsstress und man wird merken, dass man mit Hilfe der Kampfsysteme eben diesen Stress viel besser bewältigen kann.

Grundsätzlich kann Kampfkunst von jedem ausgeübt werden, egal ob groß oder klein, alt oder jung, dick oder dünn, arm oder reich. Beim Kampfsport dagegen können gewisse Vorraussetzungen nötig sein, da man auf Turnieren in u.a. Alters- oder Gewichtsklassen aufgeteilt wird. Es kann aber jeder, der an diesen Systemen Interesse hat, einen Verein in seiner Nähe aufsuchen und sich vor Ort erkundigen.
 
Trainiert werden u. a. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Mit Entspannungsübungen, Atemübungen und Meditation soll die Konzentrationsfähigkeit und ebenso die eigene Körperwahrnehmung geschult und gesteigert werden. Das hält fit und diese Vielseitigkeit wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und fördert das Wohlbefinden.
 
Wo findet die Kampfkunst ihren Ursprung?
Kampfsportarten und Selbstverteidigungsformen gibt es viele. Meist basieren sie auf alten Traditionen. Ausgrabungen und Überlieferungen zufolge, reichen die Wurzeln der Kampfkunst mehrere tausend Jahre zurück, wobei die weit verbreitete Auffassung davon ausgeht, dass der Ursprung aller asiatischen Kampfkünste im chinesischen Shaolin-Kloster liegt. Darüber hinaus gibt es allerdings noch weit mehr Kampfsysteme, denn seit es Menschen gibt, gerieten diese auch kampftechnisch aneinander. Sieht man von den asiatischen Systemen ab, ist wohl eines der bekanntesten Systeme, das Capoeira aus Brasilien. Erfunden wurde es von den Sklaven, die von Afrika nach Brasilien verschifft wurden. Sie banden in ihre Volkstänze diverse Verteidigungstechniken ein, ebenso wie es die Asiaten taten, als einige Systeme damals verboten waren, und schufen so das Capoeira. Wem das Wort Capoeira nichts sagt, der kann sich vereinfacht eine Mischung aus Kampfsport und Breakdance vorstellen. Da es jedoch so unsäglich viele Kampfsysteme gibt, würde es den Rahmen sprengen hier noch tiefer in die Materie einzutauchen.
 
Was erwartet den Budoka?
Wer Kampfkunst mit der nötigen Ernsthaftigkeit trainiert, wird merken, dass es etwas völlig anderes ist, als alles was er/sie zuvor betrieben hat. Interessiert sich jemand für den sportlichen Teil, ist es weit einfacher, weil dann heißt es lediglich regelmäßig zum Training zu kommen und zu trainieren, solange bis man auf einem Niveau ist, mit dem man erfolgreich auf Turnieren kämpfen kann. Ganz anders wird sich aber das Verständnis derjenigen ändern, die nicht den sportlichen, sondern den schwierigeren traditionellen Weg gehen. Zu erklären, was und wie sich das Verständnis ändert ist nicht einfach und ich möchte sagen, nicht möglich, weil jeder individuell verschieben ist und demzufolge eine individuelle Veränderung durchmacht. Wer die traditionelle Kampfkunst betreibt, wird auf jeden Fall sich selbst und auch sein Umfeld auf einmal mit ganz anderen Augen sehen können. Dies jedoch braucht Zeit und es dauert mehrere Jahre. In dieser Zeit wird sich der Kampfkünstler mit den Tieren und Elementen auseinander setzen, er wird sich um Vitalpunktstimulation kümmern, wird im Laufe seines Lebens mit Atemipunkten, Selbstverteidigung, intensiver Geschichte der Kampfsystemen, Shiatsu, Waffenkunde, etc. in Berührung kommen. Zudem werden ihm allerlei verschiedene fernöstliche Weisheiten begegnen und besonders zu Anfang wird er sich viele Fragen stellen, aber nur sehr wenige Antworten finden. Vieles wird ihm paradox erscheinen und anderes total klar. Dieser Weg ist bei weitem nicht einfach, aber sehr interessant, vor allem dann wenn man ihn mit Leidenschaft geht! Ein Laie der dies liest, wird meine Worte möglicherweise nicht verstehen können bzw. nicht verstehen, was sich dahinter verbirgt. Schön wäre es jedoch, wenn er/sie aber genau dies versucht herauszufinden und mit dem traditionelle Weg beginnt - Schritt für Schritt.
 
Was bedeuten die farbigen Gürtel?
Die farbigen Gürtel sollen zeigen wie weit die technischen Fähigkeiten des Kampfkünstlers fortgeschritten sind. Dabei unterscheidet man in Kyu-grade (Schüler) und Dan-grade (Meister).
 
Gibt es Turniere und/oder Lehrgänge?
Das regeln die einzelnen Kampfsysteme individuell und es ist besser, sich explizit für das System zu erkunden, das man selbst erlernen will. Vielleicht findest Du ja auch schon hier auf dieser Homepage die Antwort auf Deine Frage. Schau Dich einfach etwas weiter um.
 
Ziel der Kampfkunst
"Höchstes Ziel im Karate ist weder Sieg noch Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters." (Gichin Funakoshi)
 
Diese Weisheit im Zusammenhang mit Karate kann man meines Erachtens nach auch auf die übrigen Kampfkünste (nicht Kampfsport) anwenden.
 
Im Dô (Dô bezeichnet allgemein den Weg der Kampfkünste) geht es darum eine bessere Harmonie zwischen Körper und Geist zu erlangen und seinen Charakter zu vervollkommnen. Dazu ist es wichtig sein eigenes "Ich" zu meistern. Mit Hilfe der Techniken sollen Körper und Geist für diesen schwierigen Weg geschult werden.
 
Abschlusshinweis:
Haben Sie noch weitere Fragen zum Thema Kampfkunst? Dann schauen Sie sich einfach etwas hier auf meiner Homepage um oder schreiben Sie mir einfach und wenn ich kann, werde ich Ihre Fragen gerne beantworten.

Sie möchten wissen, wie ich zur Kampfkunst stehe? Dann lesen Sie bitte die Seite Kampfkunst durch. Dort erfahren Sie mehr!



 

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