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Willkommen in der Welt des Feuers
 
Schön, das Sie sich dazu entschlossen haben mehr über das Feuer erfahren zu wollen. Auf den nachfolgenden Seiten habe ich einige Informationen rund um das Element Feuer zusammen getragen, ohne dabei einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. Den Einstieg in die Materie soll der nachfolgende Text ermöglichen. Er betrachtet das Feuer von zwei verschiedenen Perspektiven.
 

Feuer - das ambivalente Wesen
 
Gierig leckt es nach allem, was es zu fassen bekommt. Einmal entfesselt ist es absolut gnadenlos und kennt weder Freund noch Feind. Seine Hitze kann zerstören und wo es gewütet hat, bleibt nur noch Asche und Ruß zurück. Auch vor dem Menschen macht es nicht Halt und stellt damit eine große Gefahr dar. Feuer. Seit Anbeginn der Zeit gehört es zu diesem Planeten, ob in Form von Magma im Inneren der Erde, als flüssige Lava nach Ausbruch eines Vulkans oder brennend mit hellen Flammen. Feuer ist ein Bestandteil unseres Globus, eine Urgewalt der Natur. Es ist reine Energie. Manchmal wird es auch durch einen Blitz ausgelöst oder durch unachtsamen Gebrauch seines Wesens, z. B. durch Vergessen der Kerzen im Adventskranz oder Stehenlassen des Bügeleisens auf der Wäsche, weil gerade ein Anruf kommt. In einigen Fällen wird es auch ganz bewusst gelegt zum Vertuschen von Straftaten oder aus einem krankhaften Drang heraus, der sogenannten Pyromanie. Das Resultat ist immer das gleiche: Es brennt. Wann und wo immer die Flammen unkontrolliert lodern, ist es eine Bedrohung für Leib und Leben. Tiere meiden das Feuer und auch der Mensch weiß um die Gefahr, die von ihm ausgeht. Aus diesem Grund gehen wir besonders vorsichtig mit ihm um. Aus negativen Erfahrungen oder Angst verbieten wir unseren Kindern manchmal sogar den Umgang mit dem Feuer. Es ist einfach zu gefährlich und dennoch hat der Mensch in der Vergangenheit gelernt das Feuer zu zähmen.
  
Er hat es mit nach Hause genommen, um sein Heim zu wärmen oder um es zur Verteidigung gegen wilde Tiere einzusetzen. Heute erfreuen wir uns bei vielen Anlässen am Schein seiner Flammen, z. B. beim Osterfeuer oder vielen anderen traditionellen Bräuchen und Gegebenheiten. Feuer ist nicht nur ein böses Wesen, sondern spendet gleichzeitig auch Licht und Wärme. Es kann die Lebensgeister wecken und die Seele reinigen. So manches Lagerfeuer hat schon zu tiefgründigen Gesprächen eingeladen, bei dem sich Menschen begegnet sind (nicht nur räumlich). Das so gefährliche Feuer ist Wegbereiter unserer Zivilisation und es gehört zu unserem allgemeinen Bildungsverständnis, wie damit umgegangen wird. Es ist Teil unserer Gesellschaft und kann Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander verbinden. Verständlicherweise verspüren wird alle den Wunsch in uns mit ihm umzugehen. Wir wollen ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft sein und gerade in einer so bedeutenden Angelegenheit den anderen in nichts nachstehen. Feuer ist nicht nur ein wichtiges Stück Kultur, sondern auch ein gern gesehenes künstlerisches Element, beispielsweise bei teils auch musiksynchronen Feuerwerken. In einer ganz anderen Art wird es von Feuerkünstlern genutzt, die regelrecht mit Feuer und Flammen tanzen und mit ihm eine Symbiose zu bilden scheinen. Das Spiel mit dem Feuer kann betören und der Klang des Feuers verzaubern. Innerhalb dieses Tanzes und durch die Hingabe zum Feuer finden einige von ihnen zurück zum Wesentlichen, zu innerer Harmonie und Freiheit. Oder anders ausgedrückt: zurück zu sich selbst.
 

Erkennisgewinn und Schlussfolgerung
 
Der Text verdeutlicht, dass Feuer immer von zwei Seiten betrachtet werden sollte. Auf der einen Seite ist es eine nahezu unkontrollierbare Energie, die sehr gefährlich werden kann. Auf der anderen Seite haben wir dem Feuer bzw. der Nutzbarmachung des Feuers vieles zu verdanken und es gehört zu vielen schönen Anlässen dazu. So sind auch die Erfahrungen, die Menschen mit Feuer machen ganz unterschiedliche. Die einen bekommen Angst, weil möglicherweise schon einmal ihr Hab und Gut ein Raub der Flammen wurde. Andere sind fasziniert, begeistert und fühlen sich auf sonderbare Art zum Feuer hingezogen. Ein Vereinskamerad der Feuerpädagogik hat den Umgang mit Feuer meiner Meinung nach treffend formuliert:
 
Es gibt keinen gefahrlosen Umgang mit Feuer, nur einen verantwortungsbewussten.
 

 

 

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